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Wenn der Mandant zuerst ChatGPT fragt: wie Ihr Betrieb in KI-Antworten vorkommt

Die Suche hat sich verschoben. Statt zehn blauer Links bekommt der Interessent einen Absatz mit drei Namen darin. Ob Ihrer dabei ist, hängt an Dingen, die man beeinflussen kann — und an ein paar, die man nicht kaufen kann.

8 Min. LesezeitAktualisiert 08/2026LMMeier

Ein Unternehmer sucht eine Kanzlei für eine arbeitsrechtliche Sache. Vor drei Jahren hätte er „Anwalt Arbeitsrecht Zug" gegoogelt und die ersten Treffer durchgeklickt. Heute tippt ein wachsender Teil dieser Leute die Frage in einen Assistenten: „Welche Kanzlei in der Region Zug macht Arbeitsrecht für KMU, und was kostet ein Erstgespräch?"

Was zurückkommt, ist keine Liste, sondern ein Absatz. Zwei, drei Betriebe werden genannt, oft mit Quellenangabe. Der Rest kommt schlicht nicht vor. Für die genannten Betriebe ist das die beste Platzierung, die es je gab — für alle anderen die unsichtbarste.

Dieser Beitrag beschreibt nüchtern, woran es hängt. Ohne Zahlen, die niemand belegen kann, und ohne das Versprechen, man könne sich eine solche Nennung sichern. Man kann es nicht. Man kann nur die Grundlage schaffen — und die ist konkreter, als die meisten vermuten.

Wie ein KI-Assistent zu seiner Antwort kommt

Vereinfacht gibt es zwei Quellen. Die eine ist das Modellwissen aus dem Training: allgemein, nicht tagesaktuell, und für einen einzelnen KMU-Betrieb meist zu dünn. Die andere ist die Live-Recherche: Bei aktuellen oder lokalen Fragen holen sich ChatGPT, Gemini, Perplexity oder Claude Seiten aus dem Web, lesen sie und formulieren daraus eine Antwort — mit Quellenverweis.

Für Ihren Betrieb ist praktisch nur der zweite Weg relevant. Und dieser zweite Weg funktioniert wie ein sehr eiliger, sehr wörtlicher Leser: Er nimmt, was er ohne Umwege findet, prüft, ob es zueinander passt, und lässt weg, was unklar ist. Genau daraus ergeben sich die folgenden Punkte.

Sechs Punkte, die tatsächlich etwas ändern

1. Die Antwort muss als Text auf der Seite stehen

Öffnungszeiten in einer Grafik, die Preisliste als PDF, die Leistungen in einem Bild-Slider: Für einen Menschen ist das lesbar, für einen maschinellen Leser deutlich schlechter. Was zitiert werden soll, gehört als normaler Fliesstext ins HTML — Leistungen, Zuständigkeiten, Ansätze, Ort, Erreichbarkeit.

Das ist der unspektakulärste und wirksamste Punkt der ganzen Liste. Viele Betriebe scheitern nicht an fehlender Optimierung, sondern daran, dass die entscheidenden Angaben schlicht nirgends in Textform stehen.

2. Ihre Angaben müssen überall identisch sein

Name, Adresse, Telefonnummer, Rechtsform: Wenn die Website „Meier & Partner AG, Bahnhofstrasse 3" sagt, das Google-Unternehmensprofil „Meier und Partner, Bahnhofstr. 3a" und ein Branchenverzeichnis noch die alte Nummer führt, entsteht kein falsches Bild — es entsteht ein unsicheres. Ein System, das mehrere Quellen abgleicht, nennt im Zweifel den Betrieb, bei dem nichts widersprüchlich ist.

Der Aufwand dafür ist überschaubar und einmalig: eine Liste aller Stellen, an denen der Betrieb im Netz steht, und eine Runde Vereinheitlichung. Das Google-Unternehmensprofil ist dabei die wichtigste einzelne Quelle für alles Lokale.

3. Strukturierte Daten im Quelltext

Über schema.org lassen sich Angaben maschinenlesbar hinterlegen: dass dies ein Betrieb ist, welcher Art, wo er sitzt, welche Leistungen er anbietet, in welchem Preisrahmen, wie die Öffnungszeiten sind, welche Fragen die Seite beantwortet. Der Besucher sieht davon nichts; für die auslesende Maschine ist es der Unterschied zwischen Interpretieren und Ablesen.

Dasselbe gilt für Frage-Antwort-Abschnitte: Eine Seite, die eine Frage wörtlich stellt und darunter in drei bis fünf Sätzen beantwortet, liefert einem Assistenten einen fertigen Baustein. Es ist kein Zufall, dass am Ende dieses Beitrags ein solcher Abschnitt steht.

4. Fragen so beantworten, wie sie gestellt werden

Die Sprache hat sich mit der Suchform geändert. Getippt wird nicht mehr „Zahnarzt Zug Kosten", sondern „Was kostet eine Zahnkrone in der Schweiz und übernimmt die Krankenkasse etwas davon?". Wer seine Seiten entlang solcher Sätze aufbaut — Frage als Zwischentitel, Antwort direkt darunter — wird zitierfähig, ohne ein Wort Fachsprache zu opfern.

Der häufigste Fehler bei beratenden Betrieben ist die Selbstbeschreibung statt der Antwort: „Wir beraten Sie umfassend im Arbeitsrecht" ist keine Antwort auf irgendeine Frage. „Ein Erstgespräch dauert 60 Minuten, kostet CHF 250 und endet mit einer schriftlichen Kosteneinschätzung" ist eine.

5. Zuständigkeit und Region benennen

Ein Assistent muss entscheiden können, ob Ihr Betrieb zur Frage passt. Dafür braucht er zwei Angaben ausdrücklich: was Sie machen — und ebenso hilfreich, was Sie nicht machen — und wo Sie tätig sind. „Wir betreuen Mandate im Kanton Zug und in der Zentralschweiz" ist eine verwertbare Aussage. „Wir sind für Sie da" ist keine.

6. Was andere über Sie schreiben

Die eigene Website ist die Grundlage, aber sie ist parteiisch. Bestätigung von aussen zählt: Bewertungen, Verbands- und Verzeichniseinträge, Fachbeiträge, Presse, die Referenzseite eines Partnerbetriebs. Das ist der Teil, den man nicht in einem Nachmittag baut — und genau deshalb der Teil, der die Betriebe unterscheidet, die genannt werden, von denen, die es nicht werden. Wie Sie den Bewertungsteil davon sauber angehen, steht in unserem Beitrag über mehr Google-Bewertungen ohne Betteln.

Drei Dinge, die nichts bringen

  • Für Maschinen versteckter Text. Unsichtbare Schlagwortlisten, weisse Schrift auf weissem Grund, Anweisungen im Quelltext an das Modell: Das ist der alte Trick in neuen Kleidern, es verstösst gegen die Richtlinien der Suchanbieter und kann der Sichtbarkeit aktiv schaden.
  • Masse an generierten Texten. Vierzig dünne Beiträge machen einen Betrieb nicht zitierfähiger als fünf, die tatsächlich etwas beantworten. Zitiert wird die Stelle, die eine Frage klärt — nicht die Domain mit den meisten Seiten.
  • Angebote, die eine Nennung versprechen. Es gibt keine Einreichung, keine Anmeldung und keinen Kauf einer Platzierung in einer generierten Antwort. Wer das verkauft, verkauft etwas, das er nicht liefern kann.

Der technische Teil, den man einmal richtig macht

Zwei Dateien im Wurzelverzeichnis Ihrer Website regeln, wie maschinelle Leser mit ihr umgehen dürfen.

Die robots.txt steuert, welche Crawler zugreifen dürfen. Wer in KI-Antworten vorkommen möchte, erlaubt dort ausdrücklich die entsprechenden Zugriffe — GPTBot, OAI-SearchBot, PerplexityBot, ClaudeBot, Google-Extended und weitere. Wer das nicht möchte, sperrt sie. Beides ist legitim; unbewusst sollte es nicht passieren. Sie können unsere eigene Datei unter lmmeier.ch/robots.txt ansehen — wir haben uns für die offene Variante entschieden.

Die llms.txt ist ein Vorschlag aus der Praxis, kein verbindlicher Standard: eine kurze, maschinenfreundliche Zusammenfassung des Betriebs — Eckdaten, Leistungen, Preise, wichtige Seiten. Ob und wie stark ein Anbieter sie berücksichtigt, ist offen. Der Aufwand ist gering, der Nebeneffekt handfest: Wer diese Seite schreibt, merkt sofort, welche seiner Angaben nicht in einem Satz sagbar sind. Unsere liegt unter lmmeier.ch/llms.txt.

So prüfen Sie in zehn Minuten, wo Sie stehen

  1. Stellen Sie zwei oder drei Assistenten die Frage, mit der ein Kunde Sie suchen würde — mit Region, ohne Ihren Namen. Notieren Sie, wer genannt wird.
  2. Fragen Sie danach direkt nach Ihrem Betrieb: „Was weisst du über [Firmenname] in [Ort]?" Prüfen Sie die Antwort auf Fehler und Lücken.
  3. Öffnen Sie Ihre eigene Startseite und markieren Sie den gesamten Text mit der Maus. Was sich nicht markieren lässt, steht in einem Bild — und ist für den maschinellen Leser nicht vorhanden.
  4. Rufen Sie ihredomain.ch/robots.txt auf. Steht dort nichts oder eine pauschale Sperre, wissen Sie, wo Sie anfangen.

Das Ergebnis ist selten schmeichelhaft und immer nützlich. In den meisten Fällen zeigt sich dasselbe Muster: Der Betrieb ist nicht schlecht dargestellt, sondern gar nicht — weil die Angaben, nach denen gefragt wird, nirgends in klarer Textform stehen.

Wie das bei uns aussieht

Wir bauen jede Seite so, dass sie beides bedient: den Menschen, der entscheidet, und die Maschine, die zitiert. Sehen können Sie das an unseren Branchen-Demos — fiktive Betriebe, aber echt gebaute Websites mit je fünf Unterseiten und vollständigen Angaben:

Alle zehn finden Sie in der Demo-Übersicht.

Was das kostet

Strukturierte Daten, saubere Technik und KI-freundliche Crawler-Regeln sind bei uns Teil des Premium-Pakets zu CHF 6'900 und für die übrigen Pakete dazu buchbar. Die Festpreise: Vorentwurf CHF 190, Start CHF 1'200, Standard CHF 3'900, Premium CHF 6'900, Individuelles ab CHF 9'900. Es sind Endpreise, es kommt keine Mehrwertsteuer dazu.

Wenn Sie die Summe nicht auf einmal binden wollen, ist jedes Paket auch als Website-Abo ab CHF 100 im Monat über 12, 24 oder 36 Monate zahlbar — Hosting, technischer Betrieb, Sicherheits-Updates und laufende Pflege inklusive. Die Festpreise bleiben unverändert; die Rate ist der Paketpreis geteilt durch die Laufzeit.

Der ehrliche Schluss

KI-Sichtbarkeit ist kein neues Fachgebiet, sondern eine Verschärfung des alten. Wer klar sagt, was er tut, für wen, wo und zu welchen Konditionen, wird von Menschen wie von Maschinen leichter gefunden. Wer sich hinter „umfassend", „individuell" und „auf Anfrage" versteckt, verschwindet in beiden Welten — nur in der neuen schneller, weil ein Absatz mit drei Namen weniger Platz hat als eine Seite mit zehn Links.

Wenn Sie wissen möchten, was ein Assistent heute über Ihren Betrieb sagt, probieren wir das im kostenlosen Erstgespräch gemeinsam aus. 30 Minuten, ohne dass Sie danach etwas kaufen müssen.

Häufige Fragen

Woher nehmen ChatGPT, Gemini und Perplexity ihre Angaben über einen Betrieb?

Bei aktuellen oder lokalen Fragen greifen diese Assistenten auf das Web zu und geben die verwendeten Seiten als Quelle an. Herangezogen wird, was maschinell gut lesbar ist: Fliesstext auf der eigenen Website, strukturierte Angaben im Quelltext, Einträge in Verzeichnissen und Kartendiensten sowie Erwähnungen auf fremden Seiten.

Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?

Klassisches SEO zielt auf eine Platzierung in einer Ergebnisliste, die der Nutzer selbst durchsieht. GEO — Generative Engine Optimization — zielt darauf, dass ein Assistent Ihren Betrieb in seiner formulierten Antwort nennt und als Quelle verlinkt. Die technische Grundlage überschneidet sich stark; der Unterschied liegt darin, wie eindeutig und wie gut zitierbar die Angaben aufbereitet sind.

Muss ich KI-Crawler auf meiner Website erlauben?

Das ist eine bewusste Entscheidung. Wer vorkommen möchte, erlaubt sie in der robots.txt; wer das Gegenteil will, sperrt sie dort. Beides ist in wenigen Zeilen erledigt — es sollte nur nicht unbemerkt geschehen.

Kann man bezahlen, um in einer KI-Antwort genannt zu werden?

Nein. Es gibt keine Einreichung und keinen Kauf einer Platzierung in einer generierten Antwort. Beeinflussbar ist ausschliesslich die Grundlage: eine technisch saubere, maschinell eindeutig lesbare Website und ein widerspruchsfreies Bild des Betriebs im übrigen Netz.

Was kostet KI-Sichtbarkeit bei LMMeier?

Sie ist im Premium-Paket zu CHF 6'900 enthalten und für die übrigen Pakete dazu buchbar. Alternativ ist jedes Paket als Website-Abo ab CHF 100 im Monat zahlbar, inklusive Hosting, Betrieb und Pflege.

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Über uns: LMMeier ist eine Webagentur im Kanton Zug — Websites für KMU zum Festpreis, persönlich von Lisa und Matthias aus Baar.

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Was sagt ein KI-Assistent heute über Ihren Betrieb?

Im Erstgespräch fragen wir gemeinsam nach — und zeigen Ihnen, welche Angaben auf Ihrer Seite fehlen. Kostenlos, 30 Minuten, ohne dass Sie danach etwas kaufen müssen.

Erreichbar Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr

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