Ein Restaurant verkauft einen Abend. Ein Coiffeur verkauft einen Termin. Sie verkaufen etwas, das der Interessent vorher nicht beurteilen kann — und für das er im Zweifel einen fünfstelligen Betrag oder seine Gesundheit anvertraut. Das verändert, was Ihre Website können muss.
Die meisten Websites beratender Betriebe sind nicht hässlich. Sie sind unverbindlich. Sie sagen, dass man kompetent, erfahren und persönlich ist — und lassen genau die Fragen offen, wegen derer jemand die Seite überhaupt geöffnet hat.
Warum Ihre Website etwas anderes leisten muss als die eines Ladengeschäfts
Bei einem Ladengeschäft ist die Website eine Wegbeschreibung: Was gibt es, wann offen, wo genau. Der Kunde entscheidet vor Ort und korrigiert billig, wenn es nicht passt.
Bei Ihnen ist die Website eine Vorauswahl. Der Interessent hat ein Problem, das ihn beschäftigt — eine Kündigung, eine Steuernachforderung, ein Zahn, der seit Wochen wehtut, eine Liegenschaft, die verkauft werden muss. Er sucht nicht nach dem schönsten Auftritt. Er sucht nach dem Betrieb, bei dem er sich am wenigsten blamiert, wenn er anruft.
Deshalb entscheidet auf Ihrer Seite nicht die Ästhetik, sondern die Frage: Ist das hier für mich zuständig — und weiss ich, was passiert, wenn ich mich melde?
Die vier Fragen, die vor jedem Erstkontakt beantwortet sein wollen
1. Wer bearbeitet meinen Fall?
Nicht „unser Team", sondern ein Name und ein Gesicht. Bei beratenden Berufen ist die Person die Leistung. Eine Teamseite mit vier Personen, ihren Schwerpunkten und dem Satz, wofür man wen holt, ist mehr wert als jede Imagefotografie. Wer vor dem Anruf weiss, mit wem er sprechen wird, ruft eher an.
2. Übernehmen Sie meinen Fall überhaupt?
Der wirksamste und meistgemiedene Satz auf Websites beratender Betriebe lautet: Das machen wir nicht. Wer schreibt, welche Mandate er nicht annimmt, wirkt nicht kleiner, sondern klarer. Und er spart sich Erstgespräche, aus denen ohnehin nichts wird.
3. Was kostet mich das?
Dazu unten mehr — es ist der Punkt, an dem die meisten Betriebe Anfragen verlieren, ohne es zu merken.
4. Was ist der erste Schritt?
„Kontaktieren Sie uns" ist kein erster Schritt. „Erstgespräch, 60 Minuten, CHF 250, mit schriftlicher Kosteneinschätzung — Konfliktprüfung vorab kostenlos" ist einer. Der Unterschied ist nicht der Ton, sondern die Berechenbarkeit: Der Interessent weiss, was er auslöst.
Honorartransparenz: der Hebel, den fast alle liegen lassen
Das häufigste Gegenargument lautet: „Unsere Fälle sind zu verschieden, wir können keine Preise nennen." Das stimmt für den Endbetrag — und ist trotzdem kein Grund zu schweigen. Was Sie nennen können, ist die Struktur: Stundenansatz, Pauschale, Kostenvorschuss, wie abgerechnet wird, was das Erstgespräch kostet, wie eine Kostenprognose zustande kommt.
Wer das offenlegt, verliert Anfragen — nämlich die, bei denen das Budget nie gereicht hätte. Und gewinnt die anderen, weil der Interessent nicht mehr das Gefühl hat, sich auf ein offenes Verfahren einzulassen. Bei zahlungsfähigen Mandanten ist Preisverschweigen kein Schutz, sondern ein Signal von Unsicherheit.
Wir handhaben das im eigenen Betrieb genauso: Unsere Preise stehen offen auf der Website — Start CHF 1'200, Standard CHF 3'900, Premium CHF 6'900, Individuelles ab CHF 9'900. Endpreise, es kommt keine Mehrwertsteuer dazu.
Was Sie weglassen können
- Das Stockfoto mit dem Handschlag. Es sagt nichts und jeder erkennt es.
- Die Firmengeschichte über der Leistung. „Gegründet 1994" gehört auf die Über-uns-Seite, nicht auf die Startseite.
- Fachsprache als Kompetenzbeweis. Wer ein Problem hat, sucht mit seinen Worten, nicht mit Ihren. „Kündigung erhalten" findet mehr Menschen als „arbeitsrechtliche Mandate".
- Der Newsletter, den niemand pflegt. Eine leere Rubrik schadet mehr als eine fehlende.
Fünf Branchen, fünf Beispiele zum Anschauen
Wir haben für die typischen beratenden Berufe vollständige Demo-Websites gebaut — fiktive Betriebe, aber echt gebaute Seiten mit je fünf Unterseiten. Sie sehen dort, wie sich die vier Fragen von oben konkret auflösen:
- Rechtsanwaltskanzlei — Rechtsgebiete mit klarer Abgrenzung, vier Anwältinnen und Anwälte mit Zuständigkeit, und eine vollständige Honorarordnung vor dem Mandat.
- Treuhandbüro — Monatspauschalen nach Betriebsgrösse, fester Ansprechpartner, und die Leistungen, die bewusst nicht übernommen werden.
- Zahnarztpraxis — Behandlungen mit Dauer und Kosten, Kostenvoranschlag schriftlich vor der Behandlung, Terminanfrage ohne Anruf.
- Immobilien — der Verkaufsablauf mit Dauer, Kosten und Honorar, Bewertung ohne Auftragsbindung.
- Architekturbüro — fünf Projektphasen mit Honoraranteilen und dem, was der Bauherr in jeder Phase entscheiden muss.
Alle Demos finden Sie in der Übersicht der Branchen-Beispiele.
Sichtbarkeit: gefunden werden, bevor jemand Ihren Namen kennt
Zwei Wege führen zu Ihnen. Der eine ist die Empfehlung: Jemand nennt Ihren Namen, der Interessent schlägt Sie nach. Hier entscheidet die Website nicht über den Erstkontakt, sondern darüber, ob die Empfehlung bestätigt oder entkräftet wird — ein veralteter Auftritt macht aus einer warmen Empfehlung eine kalte.
Der andere Weg ist die Suche, und die hat sich verschoben. Interessenten fragen zunehmend nicht mehr nur Google, sondern auch KI-Assistenten: „Welche Kanzlei in Zug macht Arbeitsrecht?" Ob Sie in solchen Antworten vorkommen, hängt daran, ob Ihre Angaben maschinell eindeutig lesbar sind — Adresse, Leistungen, Zuständigkeiten, Preise in strukturierter Form. Genau das ist der Unterschied zwischen einer Seite, die schön ist, und einer, die zitiert wird. Mehr dazu in unseren Leistungen.
Was das kostet — und warum es nicht am Budget scheitern muss
Für einen beratenden Betrieb ist die Rechnung meist unspektakulär: Ein einziges zusätzliches Mandat trägt in der Regel den grössten Teil der Investition. Unsere Festpreise stehen oben; für die meisten Kanzleien, Treuhandbüros und Praxen ist das Standard-Paket mit 6 bis 10 Seiten die passende Grösse, für mehrere Standorte oder Mehrsprachigkeit das Premium-Paket.
Wenn Sie die Summe nicht auf einmal binden wollen, gibt es jedes Paket auch als Website-Abo ab CHF 100 im Monat über 12, 24 oder 36 Monate — Hosting, technischer Betrieb, Sicherheits-Updates und laufende Pflege inklusive. Die Festpreise bleiben dabei unverändert; die Rate ist der Paketpreis geteilt durch die Laufzeit.
Fertig ist die Seite in 5 bis 14 Arbeitstagen ab Erhalt Ihrer Inhalte, mit zwei Korrekturrunden. Erfahrungsgemäss ist nicht die Technik der Engpass, sondern die Freigabe von Texten und Fotos im Betrieb — wer das vorab organisiert, verkürzt den Ablauf spürbar.
Der ehrliche Schluss
Eine neue Website bringt keine Mandate, wenn niemand von Ihnen hört. Sie sorgt dafür, dass diejenigen, die von Ihnen hören, den nächsten Schritt auch tun. Bei beratenden Berufen ist dieser Schritt der teuerste im ganzen Verkaufsprozess — weil er Überwindung kostet. Alles, was diese Überwindung senkt, ist die Arbeit wert: ein Name, ein Preis, ein klarer erster Schritt.
Wenn Sie wissen wollen, wo Ihre Seite diese Überwindung gerade erhöht, schauen wir im kostenlosen Erstgespräch gemeinsam darauf. 30 Minuten, ohne dass Sie danach etwas kaufen müssen.
Häufige Fragen
Was muss auf der Website einer Kanzlei oder eines Treuhandbüros stehen?
Vier Dinge entscheiden: wer den Fall konkret bearbeitet, welche Fälle Sie übernehmen und welche nicht, wie sich das Honorar zusammensetzt, und was der erste Schritt ist. Design und Bildsprache stützen diese vier Punkte, ersetzen sie aber nicht.
Soll eine Kanzlei oder Praxis ihre Preise auf der Website nennen?
Ja, zumindest die Grössenordnung: Stundenansatz, Pauschale oder die Kosten des Erstgesprächs. Wer Honorare offenlegt, verliert Anfragen, für die das Budget ohnehin nicht gereicht hätte, und gewinnt Anfragen von Interessenten, die bereits entschieden sind.
Wie lange dauert eine neue Website für einen beratenden Betrieb?
Bei uns 5 bis 14 Arbeitstage ab Erhalt der Inhalte, mit zwei Korrekturrunden. Der Engpass ist selten die Technik, sondern die Freigabe von Texten und Fotos im Betrieb.
Was kostet eine Website für Kanzlei, Treuhand oder Praxis?
Festpreise: Start CHF 1'200, Standard CHF 3'900, Premium CHF 6'900, Individuelles ab CHF 9'900 — Endpreise, ohne Mehrwertsteuer. Alternativ als Website-Abo ab CHF 100 im Monat inklusive Hosting, Betrieb und Pflege.
Lohnt sich eine eigene Website, wenn die Mandate ohnehin über Empfehlungen kommen?
Ja, denn die Empfehlung endet auf der Website. Wer empfohlen wird, wird nachgeschlagen. Die Seite entscheidet dann nicht darüber, ob jemand von Ihnen erfährt, sondern ob die Empfehlung hält.
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Über uns: LMMeier ist eine Webagentur im Kanton Zug — Websites für KMU zum Festpreis, persönlich von Lisa und Matthias aus Baar.
Wie wirkt Ihre Seite auf einen möglichen Mandanten?
Im Erstgespräch gehen wir Ihre Website durch und sagen Ihnen, wo ein Interessent aussteigt. Kostenlos, 30 Minuten, ohne dass Sie danach etwas kaufen müssen.
