Start Blog Branche: Architektur & Planung
Website für Architekturbüros in Zug: Wie Sie die richtigen Bauherrschaften erreichen
Architekturbüros haben ein Problem, das andere Branchen nicht kennen: Sie arbeiten visuell, gestalten täglich Raum und Proportion – und stehen genau deshalb unter dem stillen Verdacht, ihre eigene Website müsse ein Kunstwerk sein. Das führt regelmässig zu Auftritten, die formal überzeugen und funktional versagen. Die Bauherrschaft, die ein Ersatzneubauprojekt in Baar plant, findet weder Ihr Leistungsspektrum noch eine Angabe zur Projektgrösse, mit der Sie arbeiten. Dieser Artikel beschreibt, was eine Architektur-Website im Kanton Zug leisten muss – und was Sie sich sparen dürfen.
Warum die Website eines Architekturbüros anders funktioniert
Der wesentliche Unterschied zu Handwerk, Praxis oder Gastronomie: Ihre Kundschaft sucht nicht spontan, sondern über Monate. Ein Bauvorhaben beginnt lange vor der ersten Anfrage – mit Grundstückssuche, Machbarkeitsüberlegungen, Gesprächen im Umfeld. Wenn jemand schliesslich auf Ihrer Website landet, hat er sich bereits mehrere Büros angesehen und vergleicht.
Daraus folgt zweierlei. Erstens: Ihre Seite muss den Vergleich aushalten, nicht die Aufmerksamkeit erobern. Wer bei Ihnen ankommt, ist bereits interessiert; Sie müssen ihn nicht überreden, sondern einordnen lassen. Zweitens: Die Entscheidung fällt nicht am Bild, sondern an der Frage «Passt dieses Büro zu meinem Vorhaben?» – und die beantworten die wenigsten Architektur-Websites.
Hinzu kommt die Lage im Kanton Zug. Baulandreserven sind knapp, ein grosser Teil der Aufträge entfällt auf Umbau, Aufstockung, Ersatzneubau und Verdichtung im Bestand. Wer diese Kompetenz auf der Website nicht sichtbar macht, wird für genau die Projekte übersehen, die hier tatsächlich vergeben werden.
Die vier Fragen, die eine Bauherrschaft klären will
Unabhängig davon, ob es um ein Einfamilienhaus, eine Gewerbeliegenschaft oder eine Sanierung geht – am Anfang stehen fast immer dieselben vier Fragen:
- Macht dieses Büro Projekte wie meines? Nicht «Architektur», sondern konkret: Umbau im Bestand, Ersatzneubau, Innenausbau, Gewerbebau, Aufstockung.
- Passt die Projektgrösse? Ein Büro, das Arealentwicklungen begleitet, ist für einen Dachausbau die falsche Adresse – und umgekehrt. Diese Angabe fehlt fast immer und kostet auf beiden Seiten Zeit.
- Welche Leistungen übernehmen Sie – und welche nicht? Planen Sie nur bis zur Baueingabe, oder führen Sie bis zur Übergabe? Bieten Sie Baumanagement an? Das ist für Laien nicht selbstverständlich.
- Wie beginnt eine Zusammenarbeit? Ein unverbindliches Gespräch, eine Machbarkeitsbeurteilung, eine erste Kostenschätzung – benennen Sie den ersten Schritt konkret, statt nur ein Kontaktformular anzubieten.
Eine Website, die diese vier Punkte in den ersten zwei Bildschirmhöhen klärt, gewinnt gegen jede formal schönere Seite, die es nicht tut. Das gilt für beratende Berufe generell – wir haben es im Artikel Mandate statt Klicks für Kanzlei, Treuhand und Praxis ausführlicher beschrieben.
Das Projektregister: weniger zeigen, mehr sagen
Die Referenzseite ist das Herzstück – und der häufigste Schwachpunkt. Typisch ist eine Bildergalerie ohne Text: schöne Aufnahmen, keine Angabe zu Ort, Jahr, Bauaufgabe oder Ihrer Rolle im Projekt. Für eine Bauherrschaft bleibt so unklar, ob Sie das Objekt geplant, umgebaut oder nur den Innenausbau verantwortet haben.
Bewährt hat sich pro Projekt ein knapper Satz von Angaben: Ort, Jahr, Bauaufgabe, Umfang Ihrer Leistung, allenfalls Bauherrschaftstyp (privat, öffentlich, Gewerbe). Dazu zwei bis vier Sätze zur Aufgabenstellung – nicht zur Formensprache, sondern zum Problem, das zu lösen war: eine schwierige Parzelle, ein enges Kostendach, ein Objekt unter Schutz. Genau daran erkennt eine Bauherrschaft, ob Sie ihr Problem schon einmal gelöst haben.
Eine kuratierte Auswahl schlägt dabei die vollständige Werkliste. Acht bis zwölf Projekte, die Ihr Spektrum abbilden, wirken souveräner als vierzig, die niemand durchsieht. Wie das aussehen kann, zeigt das Projektregister in unserer Demo für ein Architekturbüro – ein erfundenes Büro, aber eine echte, gebaute Website.
Bilder: der Punkt, an dem Architektur-Websites langsam werden
Architekturfotografie ist gross, und grosse Bilder machen Seiten langsam. Das ist kein ästhetisches, sondern ein handfestes Problem: Ladezeit gehört zu den Signalen, die Google in die Bewertung einer Seite einbezieht, und mobil verliert eine träge Seite Besucher, bevor das erste Bild vollständig da ist.
Technisch lösbar ist das ohne Qualitätsverlust – über moderne Bildformate wie WebP oder AVIF, mehrere Auflösungsstufen je nach Bildschirmgrösse, verzögertes Nachladen unterhalb des sichtbaren Bereichs und fest hinterlegte Bildmasse, damit das Layout beim Laden nicht springt. Ihr Portfolio muss dafür nicht kleiner werden, nur sauber ausgeliefert.
Der zweite Punkt bei Bildern ist rechtlicher Natur. Die Nutzungsrechte an Architekturfotografien liegen bei der Fotografin oder dem Fotografen und müssen ausdrücklich eingeräumt sein – eine bezahlte Rechnung allein reicht nicht. Bei privaten Wohnbauten kommt die Zustimmung der Bauherrschaft dazu. Die Nennung des Bildautors gehört sichtbar auf die Seite. Was rechtlich sonst noch auf eine Schweizer Firmenwebsite gehört, steht im Artikel Impressum, Datenschutz, Kontaktformular.
Leistungen und Honorar einordnen, ohne Preise zu nennen
Kaum ein Architekturbüro nennt Beträge – zu Recht, denn Architekturleistungen lassen sich seriös nicht pauschalisieren. Der Fehler liegt woanders: Viele Büros schweigen deshalb auch zur Systematik. Für eine Bauherrschaft, die zum ersten Mal baut, bleibt damit völlig offen, wovon das Honorar überhaupt abhängt.
Genau hier liegt ein unterschätzter Vertrauenshebel. Sie können erklären, nach welchem Modell Sie abrechnen, welche Leistungsphasen Sie anbieten und welche nicht, was in einer ersten Beurteilung enthalten ist und was sie kostet, und ab welcher Projektgrösse Sie tätig werden. Nichts davon legt Sie auf einen Betrag fest – aber es nimmt die Hemmschwelle vor dem ersten Anruf.
Der Vergleich zu unserem eigenen Modell ist offensichtlich: Wir arbeiten mit Festpreisen, weil eine Website ein abgrenzbares Werk ist. Ein Umbau ist das nicht. Was in beiden Fällen zählt, ist, dass die Bauherrschaft vor dem Gespräch weiss, wie gerechnet wird.
Der erste Schritt: Anfragen vorqualifizieren
Ein Kontaktformular mit «Name, E-Mail, Nachricht» erzeugt Anfragen, die Sie erst in einem Telefonat einordnen können. Bei Bauvorhaben ist das vermeidbar. Vier zusätzliche Felder verändern die Qualität der Anfragen erheblich:
- Bauort oder Gemeinde – entscheidet über Zuständigkeit, Bauordnung und Ihre Verfügbarkeit.
- Art des Vorhabens – Neubau, Umbau, Sanierung, Aufstockung, Innenausbau, noch offen.
- Stand des Projekts – Idee, Grundstück vorhanden, Vorprojekt liegt vor, Baueingabe geplant.
- Gewünschter Zeitraum – so erkennen Sie sofort, ob es zu Ihrer Auslastung passt.
Wichtig ist die Reihenfolge: Diese Felder gehören nach die Kontaktangaben, nicht davor, und sie sollten optional sein. Ein Formular, das wie ein Antrag wirkt, wird abgebrochen. Ein Formular, das erkennbar dazu dient, das Gespräch vorzubereiten, wird ausgefüllt.
Lokal gefunden werden – und in KI-Antworten vorkommen
Wer im Kanton Zug nach einem Architekturbüro sucht, sieht zuerst die Einträge auf Google Maps. Ihr Google-Unternehmensprofil ist deshalb genauso wichtig wie die Website selbst – und gratis. Entscheidend ist, dass Firmenname, Adresse und Telefonnummer auf der Website und im Profil exakt übereinstimmen; diese Konsistenz ist ein Vertrauenssignal. Die Einrichtung Schritt für Schritt steht im Artikel Google-Unternehmensprofil im Kanton Zug.
Dazu kommt ein Kanal, den es vor wenigen Jahren nicht gab: Ein wachsender Teil der Vorauswahl läuft über KI-Assistenten. Wer «Architekturbüro Zug Umbau Bestand» in ChatGPT oder Perplexity eingibt, bekommt eine Handvoll Namen genannt – und ob Sie darunter sind, hängt daran, ob Ihre Website maschinell überhaupt auswertbar ist: klarer Text statt Text in Bildern, saubere Überschriftenstruktur, eindeutige Angaben zu Standort und Leistungen. Wir haben das im Artikel In KI-Antworten vorkommen ausführlich aufgeschrieben.
Ein bewährter Aufbau in fünf Seiten
Für die meisten Architektur- und Planungsbüros genügt eine schlanke Struktur:
- Startseite: ein starkes Projektbild, ein Satz, der Ihr Spektrum benennt («Umbau, Ersatzneubau und Baumanagement im Kanton Zug»), drei bis vier Projekte im Anriss, ein klarer erster Schritt.
- Projekte: das kuratierte Register mit Ort, Jahr, Bauaufgabe und Ihrer Rolle je Projekt.
- Büro: Personen, Werdegang, Haltung – und die Angabe zur Bürogrösse, weil sie für die Wahl relevant ist.
- Ablauf und Honorar: Leistungsphasen, Zusammenarbeit, Honorarsystematik. Die Seite, die am häufigsten fehlt und am meisten bringt.
- Kontakt: Telefon zum Antippen, E-Mail, Adresse, Anfahrt und das vorqualifizierende Formular.
Genau nach diesem Muster ist unsere Architektur-Demo gebaut. Weitere Branchen-Demos – Praxis, Kanzlei, Treuhand, Immobilien und andere – finden Sie in den Beispielprojekten.
Was das kostet
Für Architekturbüros gelten die gleichen Festpreise wie für alle Branchen. Alle Beträge sind Endpreise: LMMeier ist nicht im Mehrwertsteuerregister eingetragen, es kommt keine Mehrwertsteuer dazu.
- Start – CHF 1'200: eine Seite, mobil optimiert, mit Spektrum, einer knappen Projektauswahl und Kontakt. Passt, wenn Sie vor allem auffindbar und seriös präsent sein wollen.
- Standard – CHF 3'900 (beliebteste Wahl): sechs bis zehn Seiten, also Raum für ein echtes Projektregister, die Büroseite und die Seite zu Ablauf und Honorar. Für die meisten Büros die richtige Grösse.
- Premium – CHF 6'900: zwölf bis zwanzig Seiten, eigenes Design, Texte vollständig von uns, dazu SEO und Sichtbarkeit in KI-Antworten. Sinnvoll, wenn einzelne Projekte eigene Seiten bekommen sollen.
Beim Kauf zum Einmalpreis kommen nur geringe externe Kosten dazu: Domain rund CHF 15 im Jahr, Hosting rund CHF 60 im Jahr, beides direkt auf Ihren Namen. Zwei Korrekturrunden sind in jedem Paket enthalten. Eine ausführliche Einordnung der Marktpreise steht im Artikel Was kostet eine professionelle Website?.
Sie müssen den Betrag nicht auf einmal aufbringen. Im Website-Abo zahlen Sie eine feste Monatsrate ab CHF 100 über 12, 24 oder 36 Monate – Hosting, technischer Betrieb und laufende Pflege sind darin enthalten. Die Festpreise bleiben unverändert; die Rate ist der Paketpreis geteilt durch die Laufzeit. Wenn Sie zuerst sehen möchten, wie Ihre eigene Startseite aussehen würde, gibt es den Vorentwurf für CHF 190, der bei einem Auftrag vollständig angerechnet wird.
Häufige Fragen
Wir gewinnen unsere Aufträge über Empfehlungen. Brauchen wir überhaupt eine Website?
Eine Empfehlung endet fast immer mit einem Blick auf die Website. Der Auftritt entscheidet dann nicht mehr darüber, ob jemand von Ihnen erfährt, sondern ob die Empfehlung bestätigt oder relativiert wird. Für gut ausgelastete Büros ist die Website weniger ein Akquise- als ein Auswahlwerkzeug: Sie zieht die Projekte an, die passen, und hält die anderen fern.
Wie viele Projekte gehören auf die Website?
Weniger, als die meisten Büros zeigen. Sinnvoll ist eine Auswahl, die Ihr Spektrum abbildet, statt einer vollständigen Werkliste. Jedes Projekt braucht Ort, Jahr, Bauaufgabe und Ihre Rolle – Projekte ohne diese Angaben wirken beliebig und helfen weder Bauherrschaften noch Suchmaschinen.
Müssen wir das Honorar auf der Website nennen?
Einen Betrag nicht. Was Sie aber nennen können, ist die Systematik: nach welchem Modell Sie abrechnen, welche Leistungsphasen Sie anbieten und ab welcher Projektgrösse Sie tätig werden. Diese Einordnung nimmt die häufigste Hemmschwelle vor der ersten Anfrage. (Das ist eine praktische Einordnung, keine Rechts- oder Honorarberatung.)
Wer darf die Projektfotos veröffentlichen?
Die Nutzungsrechte liegen bei der Fotografin oder dem Fotografen und müssen vertraglich eingeräumt sein – eine Bezahlung allein genügt nicht. Prüfen Sie zusätzlich, ob die Bauherrschaft der Veröffentlichung zugestimmt hat, besonders bei privaten Wohnbauten. Die Nennung des Bildautors gehört sichtbar auf die Seite oder ins Impressum.
Können wir unsere bestehenden Projektbilder weiterverwenden?
In aller Regel ja. Wir optimieren sie für das Web, ohne die Bildwirkung anzutasten – moderne Formate, mehrere Auflösungsstufen, verzögertes Nachladen. Wenn Bildmaterial fehlt, sagen wir das offen, statt es mit Stockfotos zu überdecken.
Der Auftritt muss den Vergleich aushalten
Die Website eines Architekturbüros muss nicht beeindrucken. Sie muss einer Bauherrschaft, die drei Büros vergleicht, in wenigen Minuten die Frage beantworten, ob Sie für dieses Vorhaben die richtige Adresse sind. Dafür braucht es ein kuratiertes Projektregister mit echten Angaben, eine ehrliche Seite zu Leistungen und Honorarsystematik, schnelle Bilder und einen konkret benannten ersten Schritt.
Wenn Sie wissen möchten, wo bei Ihrem heutigen Auftritt der grösste Hebel liegt: Zeigen Sie uns Ihre Situation im kostenlosen Erstgespräch, und Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung – auch dann, wenn sie lautet, dass sich der Aufwand bei Ihnen nicht lohnt.
Über uns: LMMeier ist eine Webagentur im Kanton Zug — Websites für KMU zum Festpreis, persönlich von Lisa und Matthias aus Baar.
Fragen zu Ihrem eigenen Auftritt?
Im Erstgespräch sagen wir Ihnen, was Ihre Seite kosten würde und wie lange sie dauert. Kostenlos, 30 Minuten, ohne dass Sie danach etwas kaufen müssen.
